Workloads durch ein sicheres privates Netz isolieren
In diesem Lernprogramm wird die Verwendung der klassischen Infrastruktur beschrieben. Die meisten Workloads können mithilfe von IBM Cloud® Virtual Private Cloud-Ressourcen implementiert werden. Verwenden Sie IBM Cloud VPC, um eine eigene Private Cloud-ähnliche Datenverarbeitungsumgebung in einer gemeinsam genutzten öffentlichen Cloudinfrastruktur zu erstellen. Mithilfe einer VPC kann ein Unternehmen ein virtuelles Netz definieren und steuern, das logisch gegenüber allen anderen öffentlichen Cloud-Tenants isoliert ist, und so einen privaten, gesicherten Bereich in der öffentlichen Cloud erstellen. Im Einzelnen: Direct Link, Instanzen virtueller Server, Sicherheitsgruppen, VPN und Ablaufprotokolle.
Für dieses Lernprogramm können Kosten anfallen. Mit dem Kostenschätzer können Sie eine Kostenschätzung für Ihre voraussichtliche Nutzung generieren.
Isolierte und geschützte private Netzumgebungen sind eine Grundvoraussetzung im IaaS-Modell für die Bereitstellung von Anwendungen in der öffentlichen Cloud. Firewalls, VLANs, Routing und VPNs sind erforderliche Komponenten für die Erstellung isolierter privater Umgebungen. Diese Isolation ermöglicht die sichere Bereitstellung von virtuellen Maschinen und Bare-Metal-Servern in komplexen, mehrschichtigen Anwendungstopologien und bietet Schutz vor Bedrohungen im öffentlichen Internet.
In diesem Lernprogramm erfahren Sie, wie eine Virtual Router Appliance (VRA) in IBM Cloud konfiguriert werden kann, um einen geschützten privaten Netzbereich zu erstellen. Die VRA stellt in einem einzigen selbst verwalteten Paket eine Firewall, ein VPN-Gateway sowie Netzadressumsetzung (Network Address Translation, NAT) und auf Unternehmen abgestimmtes Routing zur Verfügung. In diesem Lernprogramm wird am Beispiel einer VRA gezeigt, wie eine geschlossene und isolierte Netzumgebung in IBM Cloud erstellt werden kann. In diesem geschlossenen Netzbereich können Topologien mit den bekannten und vielfach genutzten Technologien wie IP-Routing, VLANs, IP-Teilnetze, Firewallregeln sowie virtuelle Server und Bare-Metal-Server erstellt werden.
Das vorliegende Lernprogramm ist ein Ausgangspunkt für den klassischen Netzbetrieb in IBM Cloud und beschreibt keine eigenständige Produktionsfunktionalität. Die folgenden zusätzlichen Funktionalitäten sollten ebenfalls in Betracht gezogen werden:
- IBM Cloud® Direct Link
- Hardware-Firewall-Appliances
- IPsec-VPN für die sichere Anbindung an Ihr Rechenzentrum
- Hochverfügbarkeit durch VRA-Cluster und duale Uplinks
- Sicherheitsereignisse protokollieren und überwachen
Ziele
- Virtual Router Appliance (VRA) bereitstellen
- VLANs und IP-Teilnetze zum Bereitstellen von virtuellen Maschinen und Bare-Metal-Servern definieren
- VRA und geschlossenen Netzbereich durch Firewallregeln schützen
- VPN konfigurieren
- VRA bereitstellen
- Virtuellen Server erstellen
- Zugriff über VRA steuern
- Firewall für Netzbereich konfigurieren
- APP-Zone definieren
- INSIDE-Zone definieren
Vorbereitende Schritte
VPN-Zugriff konfigurieren
Der im vorliegenden Lernprogramm erstellte, geschlossene Netzbereich ist im öffentlichen Internet nicht sichtbar. Die VRA und alle zugehörigen Server sind nur im privaten Netz zugänglich und werden über Ihr VPN angebunden.
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Stellen Sie sicher, dass Ihr VPN-Zugriff aktiviert ist.
Sie müssen ein Masterbenutzer sein, um den VPN-Zugriff zu aktivieren. Wenden Sie sich andernfalls für den Zugriff an den Masterbenutzer.
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Rufen Sie Ihre Berechtigungsnachweise für den VPN-Zugriff ab, indem Sie Ihren Benutzernamen in der Benutzerliste auswählen.
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Melden Sie sich beim VPN über die Webschnittstelle an oder verwenden Sie einen VPN-Client für Windows, Linux oder macOS.
Verwenden Sie für den VPN-Client den FQDN eines einzelnen VPN-Zugangspunkts des Rechenzentrums auf der Seite Verfügbare VPN-Endpunkte, z. B. vpn.ams03.softlayer.com als Gateway-Adresse.
Kontoberechtigungen prüfen
Wenden Sie sich an Ihren Infrastruktur-Masterbenutzer, um die folgenden Berechtigungen zu erhalten:
- Schnellberechtigungen: Basisbenutzer
- Netz: Zum Erstellen und Konfigurieren des geschlossenen Netzbereichs ('All Network Permissions' erforderlich)
- Services: SSH-Schlüssel verwalten
SSH-Schlüssel hochladen
Über das Portal können Sie den öffentlichen SSH-Schlüssel hochladen, der für den Zugriff und die Verwaltung der VRA und des privaten Netzes verwendet wird.
Zielrechenzentrum
Wählen Sie ein IBM Cloud-Rechenzentrum aus, um das sichere private Netz bereitzustellen.
VLANs bestellen
Um den privaten Netzbereich im Zielrechenzentrum zu erstellen, müssen zunächst die erforderlichen privaten VLANs für Server zugeordnet werden. Wenn Sie das VLAN erstellen, wählen Sie unter Location die Option Pod aus und stellen Sie sicher, dass Sie das VLAN im selben Rechenzentrum und Pod anfordern, in dem Sie die VRA erstellen möchten. Wenn eine VRA vor der Instanz eines virtuellen Servers bestellt wird, müssen Sie ein VLAN für die Instanz des virtuellen Servers kaufen, um sicherzustellen, dass sich die Instanz des virtuellen Servers im korrekten Pod befindet. Weitere VLANs zur Unterstützung einer mehrschichtigen Anwendungstopologie sind kostenpflichtig.
Um sicherzustellen, dass genügend VLANs auf demselben Router des Rechenzentrums verfügbar sind und der VRA zugeordnet werden können, können Sie die VLANs bestellen. Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt zur Bestellung von VLANs.
Virtual Router Appliance bereitstellen
Im ersten Schritt wird eine Virtual Router Appliance (VRA) bereitgestellt, die das IP-Routing und die Firewall für den privaten Netzbereich zur Verfügung stellen soll. Das Internet ist aus dem privaten Netzbereich über ein von IBM Cloud bereitgestelltes öffentliches Transit-VLAN erreichbar. Ein Gateway und eine optionale Hardware-Firewall ermöglichen die Anbindung des öffentlichen VLAN an die VLANs im geschützten privaten Netzbereich. Im vorliegenden Lernprogramm für Lösungen werden das Gateway und die Firewall für den Perimeter über eine VRA bereitgestellt.
- Wählen Sie im Katalog eine Gateway-Appliance aus.
- Wählen Sie im Abschnitt Gateway-Anbieter AT&T aus. Als Uplink-Geschwindigkeit können Sie "bis 20 Gb/s" oder "bis 2 Gb/s" auswählen.
- Geben Sie im Abschnitt Hostname einen Hostnamen und eine Domäne für Ihre neue VRA ein.
- Wenn Sie das Kontrollkästchen Hochverfügbarkeit auswählen, erhalten Sie zwei VRA-Geräte in einer aktiven Konfiguration/Sicherungskonfiguration mit VRRP.
- Wählen Sie im Abschnitt Standort den gewünschten Standort und den Pod für Ihre VRA aus.
- Wählen Sie 'Einzelprozessor' oder 'Dualprozessor' aus. Eine Liste der Server wird angezeigt. Klicken Sie auf das zugehörige Optionsfeld, um einen Server auszuwählen.
- Wählen Sie die Größe des Arbeitsspeichers (RAM) aus. Für eine Produktionsumgebung wird empfohlen, mindestens 64GB RAM zu verwenden. Mindestens 8GB für eine Testumgebung.
- Wählen Sie einen SSH-Schlüssel aus (optional). Der ausgewählte SSH-Schlüssel wird in der VRA installiert, sodass der Benutzer
vyattaverwendet werden kann, um mit diesem Schlüssel auf die VRA zuzugreifen. - Festplattenlaufwerk. Behalten Sie die Standardeinstellung bei.
- Wählen Sie im Abschnitt Uplink-Port-Geschwindigkeiten die Kombination aus Geschwindigkeit, Redundanz und privaten und/oder öffentlichen Schnittstellen aus, die Ihren Anforderungen entspricht.
- Behalten Sie im Abschnitt Add-ons die Standardeinstellung bei. Wenn Sie IPv6 in der öffentlichen Schnittstelle verwenden möchten, wählen Sie die IPv6-Adresse aus.
Im rechten Fensterbereich wird Ihre Bestellübersicht angezeigt. Wählen Sie das Kontrollkästchen Die im Folgenden aufgeführten Servicevereinbarungen anderer Anbieter habe ich gelesen und stimme ihnen zu: aus und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Erstellen. Ihr Gateway wird bereitgestellt.
In der Geräteliste wird die VRA nahezu sofort mit einem Uhrsymbol angezeigt, das auf aktive Transaktionen hinweist, die momentan auf diesem Gerät ausgeführt werden. Bis die VRA-Erstellung abgeschlossen ist, wird das Uhrsymbol weiterhin angezeigt. Währenddessen können außer dem Anzeigen der Details keine weiteren Konfigurationsoptionen für das Gerät ausgeführt werden.
Bereitgestellte VRA überprüfen
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Überprüfen Sie die neue VRA. Wählen Sie im Infrastruktur-Dashboard die Option Netz im linken Fensterbereich aus und danach Gateway-Appliances, um die Seite Gateway-Appliances zu öffnen. Klicken Sie in der Spalte Gateway auf den Namen der neu erstellten VRA, um mit der Seite 'Gateway-Details' fortzufahren.
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Notieren Sie die
Privateund diePublicIP-Adresse der VRA für die zukünftige Verwendung.
Erstkonfiguration der VRA
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Melden Sie sich von Ihrer Workstation aus über das SSL-VPN bei der VRA mit dem Standardbenutzerkonto vyatta an und bestätigen Sie die SSH-Sicherheitsanweisungen.
ssh vyatta@<VRA Private IP Address>Wenn SSH zur Eingabe eines Kennworts auffordert, wurde der SSH-Schlüssel nicht in den Build einbezogen. Rufen Sie die VRA über den Web-Browser auf und verwenden Sie dabei die
VRA Private IP Address. Das Kennwort stammt von der Seite Softwarekennwörter. Wählen Sie auf der Registerkarte Konfiguration die Verzweigung 'System/login/vyatta' aus und fügen Sie den gewünschten SSH-Schlüssel hinzu.Zum Konfigurieren muss die VRA mit dem Befehl
configurein den Bearbeitungsmodus (edit) versetzt werden. Im Bearbeitungsmodus (edit) wird die Eingabeaufforderung von$in#geändert. Nachdem die VRA-Konfiguration erfolgreich geändert wurde, können Sie die Änderungen mit dem Befehlcompareanzeigen und mit dem Befehlvalidateüberprüfen. Wenn Sie eine Änderung mit dem Befehlcommitfestschreiben, wird sie in die aktive Konfiguration übernommen und automatisch in der Startkonfiguration gespeichert. -
Erhöhen Sie die Sicherheit, indem Sie nur die SSH-Anmeldung zulassen. Nachdem die Anmeldung über das private Netz erfolgreich eingerichtet wurde, können Sie den Zugriff und die Authentifizierung mit Benutzer-ID und Kennwort inaktivieren.
configure set service ssh disable-password-authentication commit exitAb diesem Punkt des Lernprogramms wird davon ausgegangen, dass alle VRA-Befehle an der Eingabeaufforderung
editnach der Verwendung des Befehlsconfigureeingegeben werden. -
Überprüfen Sie die Erstkonfiguration:
showDie VRA ist für die IBM Cloud-IaaS-Umgebung vorkonfiguriert. Dazu gehören die folgenden Komponenten:
- NTP Server
- Namensserver
- SSH
- HTTPS-Web-Server
- Standardzeitzone 'US/Chicago'
-
Legen Sie die örtliche Zeitzone nach Bedarf fest. Beim automatischen Vervollständigen mit der Tabulatortaste werden die potenziellen Zeitzonenwerte aufgelistet.
set system time-zone <timezone> -
Legen Sie das Ping-Verhalten fest. Um das Routing und die Fehlerbehebung für die Firewall zu unterstützen, wird das Pingsignal nicht inaktiviert.
set security firewall all-ping enable set security firewall broadcast-ping disable -
Aktivieren Sie den statusabhängigen Firewall-Betrieb. Die VRA-Firewall ist standardmäßig statusunabhängig.
set security firewall global-state-policy icmp set security firewall global-state-policy udp set security firewall global-state-policy tcp -
Schreiben Sie Ihre Änderungen fest und speichern Sie sie automatisch in der Startkonfiguration:
commit
Ersten virtuellen Server bestellen
An dieser Stelle wird ein virtueller Server erstellt, um die Diagnose von VRA-Konfigurationsfehlern zu unterstützen. Der erfolgreiche Zugriff auf die VSI wird über das private IBM Cloud-Netz überprüft, bevor in einem späteren Schritt der Zugriff auf die VSI über die VRA geleitet wird.
- Bestellen Sie einen virtuellen Server.
- Gehen Sie auf der Bestellseite wie folgt vor:
- Wählen Sie Öffentlichaus.
- Geben Sie für Abrechnung die Option Stündlich an.
- Legen Sie den VSI-Hostnamen und den _Domänennamen_fest. Dieser Domänenname wird zwar nicht für Routing und DNS verwendet, er sollte jedoch mit Ihren Namenskonventionen für das Netz übereinstimmen.
- Geben Sie für Standort denselben Standort an wie für die VRA.
- Geben Sie für Profil den Wert C1.1x1 an.
- Fügen Sie den SSH-Schlüssel hinzu, den Sie vorher angegeben haben.
- Setzen Sie Betriebssystem auf CentOS Stream 9.x- Minimal
- Unter Uplink Port Speeds muss die Netzwerkschnittstelle von der Standardeinstellung Public und Private geändert werden, um nur einen Private Network Uplink anzugeben. Dadurch wird sichergestellt, dass der neue Server nicht direkt auf das Internet zugreifen kann.
- Geben Sie für Privates VLAN die VLAN-Nummer des zuvor bestellten privaten VLAN an.
- Wählen Sie dieses Kontrollkästchen aus, um die Servicevereinbarungen anderer Anbieter zu akzeptieren, und klicken Sie anschließend auf Erstellen.
- Überwachen Sie die vollständige Durchführung auf der Seite Einheiten oder per E-Mail.
- Notieren Sie sich die private IP-Adresse des VSI für einen späteren Schritt und vergewissern Sie sich im Abschnitt Netzwerk auf der Seite Gerätedetails, dass der VSI dem richtigen VLAN zugewiesen ist. Wenn dies nicht zutrifft, löschen Sie die betreffende VSI und erstellen Sie eine neue VSI im richtigen VLAN.
- Überprüfen Sie den erfolgreichen Zugang zu der VSI über das private IBM Cloud-Netz mit Ping und SSH von Ihrer lokalen Workstation aus über das VPN:
ping <VSI Private IP Address> SSH root@<VSI Private IP Address>
VLAN-Zugriff über die VRA steuern
Das bzw. die privaten VLAN(s) für den virtuellen Server ist/sind vom IBM Cloud-Managementsystem dieser VRA zugeordnet. In diesem Stadium ist die VSI weiterhin per IP-Routing im privaten IBM Cloud-Netz erreichbar. Als nächstes leiten Sie das Teilnetz über die VRA, um das geschützte private Netz zu erstellen, und überprüfen, dass die VSI danach nicht zugänglich ist.
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Rufen Sie die Gateway-Details für die VRA über die Seite Gateway-Appliances auf und suchen Sie den Abschnitt Zugeordnete VLANs auf der unteren Hälfte der Seite. Das zugehörige VLAN wird in diesem Abschnitt aufgelistet. Zu diesem Zeitpunkt wird das VLAN und das zugehörige Teilnetz nicht durch die VRA geschützt oder über die VRA geleitet und die VSI ist über das private IBM Cloud-Netz zugänglich. Der Status des VLAN wird als Route Around angezeigt. Klicken Sie auf die Schaltfläche VLANs verwalten.
Die Verknüpfung VLAN zuordnen ist aktiviert, so dass Sie weitere bereitgestellte VLANs hinzufügen können. Wenn keine VLANs auf demselben Router wie die VRA verfügbar sind, wird der Link abgeblendet. In diesem Fall müssen Sie ein VLAN bestellen, damit Sie ein privates LAN auf demselben Router wie die VRA anfordern können. Die Erstzuordnung des VLAN kann mehrere Minuten dauern. Nachdem die Zuordnung abgeschlossen ist, wird das VLAN unter der Überschrift Zugeordnete VLANs angezeigt.
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Klicken Sie auf das Kontrollkästchen links neben dem zugehörigen VLAN und dann auf Durchleiten, um das VLAN/Subnetz über den VRA zu leiten. Dieser Vorgang kann einige Minuten in Anspruch nehmen. Eine Bildschirmaktualisierung zeigt an, dass der Status " Route Through" lautet.
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Klicken Sie auf die VLAN-Nummer, um die VLAN-Details anzuzeigen. Unter 'Geräte' wird die bereitgestellte VSI angezeigt. Unter 'Teilnetze' wird das primäre Teilnetz angezeigt, das mit der VRA verwendet wird. Notieren Sie sich die private VLAN-Nummer
, da diese in einem späteren Schritt verwendet wird. Informationen zur korrekten Identifizierung eines VLAN finden Sie in VLAN-Identifikation.
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Klicken Sie auf das Teilnetz, um die Details für das IP-Teilnetz anzuzeigen. Notieren Sie die Netzadresse des Teilnetzes, die Gateway-Adresse und die CIDR (/26), da diese für die weitere VRA-Konfiguration erforderlich sind.
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Überprüfen Sie, ob das Teilnetz bzw. VLAN über die VRA geleitet wird und die VSI NICHT mit dem Befehl 'ping' von Ihrer Workstation aus über das Managementnetz erreichbar ist.
ping <VSI Private IP Address>
Damit ist die Konfiguration der VRA über die IBM Cloud-Konsole abgeschlossen. Die weiteren Konfigurationsschritte für den Netzbereich und das IP-Routing werden direkt auf der VRA über SSH ausgeführt.
IP-Routing und geschützten Netzbereich konfigurieren
Beim Festschreiben der VRA-Konfiguration wird die aktive Konfiguration geändert und die Änderungen werden automatisch in der Startkonfiguration gespeichert.
Falls es erforderlich wird, auf eine zuvor verwendete Konfiguration zurückzugreifen, können Sie die letzten 20 Festschreibungspunkte anzeigen, vergleichen und wiederherstellen. In der ergänzenden Dokumentation Basic System Configuration Guide finden Sie Details zu show system commit, compare, rollback.
VRA-IP-Routing konfigurieren
Konfigurieren Sie die virtuelle VRA-Netzschnittstelle so, dass das neue Teilnetz vom privaten IBM Cloud-Netz aus weitergeleitet wird.
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Melden Sie sich über SSH bei der VRA an.
SSH vyatta@<VRA Private IP Address> -
Erstellen Sie eine neue virtuelle Schnittstelle mit der privaten VLAN-Nummer, der IP-Adresse des Teilnetz-Gateways und der CIDR, die Sie in den vorherigen Schritten notiert haben. Die CIDR lautet in der Regel
/26.configure set interfaces bonding dp0bond0 vif <VLAN ID> address <Subnet Gateway IP>/<CIDR> commitEs ist wichtig, dass die Adresse
<Subnet Gateway IP>verwendet wird. Hierbei handelt es sich im Normalfall um eine der ersten Adressen im Teilnetzbereich. Wenn Sie eine ungültige Gateway-Adresse eingeben, wird der FehlerConfiguration path: interfaces bonding dp0bond0 vif xxxx address [x.x.x.x] is not validausgegeben. Korrigieren Sie den Befehl und geben Sie ihn erneut ein. Sie finden den korrekten Wert unter Netz > IP-Management > Teilnetze. Klicken Sie auf das Teilnetz, für das Sie die Gateway-Adresse ermitteln müssen. Der zweite Listeneintrag (mit der Beschreibung Gateway) ist die IP-Adresse, die im<Subnet Gateway IP>/<CIDR>vor dem/einzugeben ist.Standardmäßig ist VRRP inaktiviert. Dadurch wird sichergestellt, dass neue Bereitstellungen und erneutes Laden keine Ausfälle auf dem Mastergerät verursachen. Damit der VLAN-Verkehr funktioniert, muss VRRP erneut aktiviert werden, nachdem die Bereitstellung oder ein erneutes Laden abgeschlossen ist.
delete interfaces bonding dp0bond0 vrrp vrrp-group 1 disable commitBei der Verwendung eines HA-Paares ist der Befehl leicht verändert. VRRP-VIP (virtuelle_ip-adressen)
-
Listen Sie die neue virtuelle Schnittstelle (vif) auf:
show interfacesDas vorliegende Beispiel für die Schnittstellenkonfiguration enthält die virtuelle Schnittstelle
1199und die Teilnetz-Gateway-Adresse.
Schnittstellen -
Überprüfen Sie, dass die VSI wieder über das Managementnetz von Ihrer Workstation aus zugänglich ist:
ping <VSI Private IP Address>Wenn die VSI nicht erreichbar ist, überprüfen Sie, dass die IP-Routingtabelle der VRA wie erwartet konfiguriert ist. Löschen Sie, indem Sie die Informationen nutzen, die von der Schnittstellenanzeige bereitgestellt werden, und führen Sie den Löschbefehl
delete interfaces bonding dp0bond0 vif <VLAN ID> address <Subnet Gateway IP>/<CIDR>aus. Erstellen Sie das Ganze erneut mit den richtigen Werten. Zum Ausführen eines Befehls 'show' im Konfigurationsmodus können Sie den Befehl 'run' verwenden:run show ip route <Subnet Gateway IP>
Damit ist die Konfiguration für das IP-Routing abgeschlossen.
Geschützten Netzbereich konfigurieren
Der geschützte private Netzbereich wird durch Konfigurieren von Zonen und Firewallregeln erstellt. Lesen Sie die VRA-Dokumentation zur Firewallkonfiguration, bevor Sie fortfahren.
Die beiden folgenden Zonen werden definiert:
- INSIDE: Das private IBM Netz und das IBM Managementnetz
- APP: Das Benutzer-VLAN und das Teilnetz im privaten Netzbereich
-
Definieren Sie Firewalls und Standardeinstellungen:
configure set security firewall name APP-TO-INSIDE default-action drop set security firewall name APP-TO-INSIDE default-log set security firewall name INSIDE-TO-APP default-action drop set security firewall name INSIDE-TO-APP default-log commitWenn ein Set-Befehl versehentlich zweimal ausgeführt wird, erhalten Sie die Meldung 'Configuration path xxxxxxxx is not valid. Knoten vorhanden'. Diese Nachricht kann ignoriert werden. Um einen falschen Parameter zu ändern, muss zuerst der Knoten mit dem Befehl 'delete security xxxxx xxxx xxxxx' gelöscht werden.
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Erstellen Sie die Ressourcengruppe für das private IBM Cloud-Netz. Diese Adressgruppe definiert, welche privaten IBM Cloud-Netze auf den geschützten Netzbereich zugreifen können, und welche Netze von dem Netzbereich aus erreichbar sind. Zwei Gruppen von IP-Adressen benötigen Zugriff auf und von dem sicheren Platteneinschub. Diese IP-Adressen sind die Rechenzentren für SSL VPN und für das Servicenetz IBM Cloud (Back-End/privates Netz). Die IP-Bereiche IBM Cloud enthalten die vollständige Liste der zulässigen IP-Bereiche.
- Definieren Sie die SSL-VPN-Adresse(n) des Rechenzentrums bzw. der Rechenzentren, das bzw. die Sie für den VPN-Zugriff verwenden. Wählen Sie im Abschnitt 'SSL-VPN' der IBM Cloud-IP-Bereiche die VPN-Zugriffspunkte für Ihr Rechenzentrum
oder Ihren Cluster der Rechenzentren aus. Das vorliegende Beispiel zeigt die VPN-Adressbereiche für die IBM Cloud-Rechenzentren am Standort London.
set resources group address-group ibmprivate address 10.2.220.0/24 set resources group address-group ibmprivate address 10.200.196.0/24 set resources group address-group ibmprivate address 10.3.200.0/24 - Definieren Sie die Adressbereiche für das IBM Cloud-Servicenetz (im Back-End-Netz oder privaten Netz) für DAL10, WDC04 und Ihr Zielrechenzentrum. Das Beispiel hierfür ist DAL10, WDC04 (zwei Adressen) und LON06.
set resources group address-group ibmprivate address 10.200.80.0/20 set resources group address-group ibmprivate address 10.3.160.0/20 set resources group address-group ibmprivate address 10.201.0.0/20 set resources group address-group ibmprivate address 10.201.64.0/20 commit
- Definieren Sie die SSL-VPN-Adresse(n) des Rechenzentrums bzw. der Rechenzentren, das bzw. die Sie für den VPN-Zugriff verwenden. Wählen Sie im Abschnitt 'SSL-VPN' der IBM Cloud-IP-Bereiche die VPN-Zugriffspunkte für Ihr Rechenzentrum
oder Ihren Cluster der Rechenzentren aus. Das vorliegende Beispiel zeigt die VPN-Adressbereiche für die IBM Cloud-Rechenzentren am Standort London.
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Erstellen Sie die APP-Zone für das Benutzer-VLAN und das Teilnetz sowie die INSIDE-Zone für das private IBM Cloud-Netz. Ordnen Sie die zuvor erstellten Firewalls zu. In Zonendefinitionen werden die VRA-Netzschnittstellennamen verwendet, um die zugeordnete Zone für jedes VLAN anzugeben. In dem Befehl zum Erstellen der APP-Zone muss die VLAN-ID des VLAN von Ihnen angegeben werden, das der in einem früheren Schritt erstellten VRA zugeordnet wurde. Dies wird als
<VLAN ID>hervorgehoben.set security zone-policy zone INSIDE description "IBM Internal network" set security zone-policy zone INSIDE default-action drop set security zone-policy zone INSIDE interface dp0bond0 set security zone-policy zone INSIDE to APP firewall INSIDE-TO-APP set security zone-policy zone APP description "Application network" set security zone-policy zone APP default-action drop set security zone-policy zone APP interface dp0bond0.<VLAN ID> set security zone-policy zone APP to INSIDE firewall APP-TO-INSIDE -
Schreiben Sie die Konfiguration fest. Überprüfen Sie anschließend mithilfe des Befehls 'ping' von Ihrer Workstation aus, ob die Firewall jetzt keinen Datenverkehr für die VSI über die VRA zulässt:
commitping <VSI Private IP Address> -
Definieren Sie die Firewallzugriffsregeln für UDP, TCP und ICMP:
set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 200 protocol icmp set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 200 icmp type 8 set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 200 action accept set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 200 source address ibmprivate set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 100 action accept set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 100 protocol tcp set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 100 source address ibmprivate set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 110 action accept set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 110 protocol udp set security firewall name INSIDE-TO-APP rule 110 source address ibmprivate commit set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 200 protocol icmp set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 200 icmp type 8 set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 200 action accept set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 200 destination address ibmprivate set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 100 action accept set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 100 protocol tcp set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 100 destination address ibmprivate set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 110 action accept set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 110 protocol udp set security firewall name APP-TO-INSIDE rule 110 destination address ibmprivate commit -
Überprüfen Sie den Firewallzugriff.
- Überprüfen Sie, ob die Firewall INSIDE-TO-APP jetzt ICMP- sowie UDP/TCP-Datenverkehr von Ihrer lokalen Maschine zulässt:
ping <VSI Private IP Address> SSH root@<VSI Private IP Address> - Überprüfen Sie, ob die Firewall APP-TO-INSIDE jetzt ICMP- sowie UDP/TCP-Datenverkehr zulässt. Melden Sie sich über SSH bei der VSI an und überprüfen Sie mithilfe des Befehls 'ping' einen der IBM Cloud-Namensserver mit den IP-Adressen
10.0.80.11 und 10.0.80.12:
SSH root@<VSI Private IP Address> [root@vsi ~]# ping 10.0.80.11
- Überprüfen Sie, ob die Firewall INSIDE-TO-APP jetzt ICMP- sowie UDP/TCP-Datenverkehr von Ihrer lokalen Maschine zulässt:
-
Überprüfen Sie den weiterhin bestehenden Zugang zur VRA-Managementschnittstelle über SSH von Ihrer Workstation aus. Wenn der Zugang weiterhin besteht, überprüfen und speichern Sie die Konfiguration. Andernfalls kann durch einen Warmstart der VRA eine vorherige funktionierende Konfiguration wiederhergestellt werden.
SSH vyatta@<VRA Private IP Address>show security
Debugging für Firewallregeln
Die Firewallprotokolle können über die Eingabeaufforderung für VRA-Betriebsbefehle angezeigt werden. In dieser Konfiguration wird nur verworfener Datenverkehr für die einzelnen Zonen protokolliert, um die Diagnose fehlerhafter Firewallkonfigurationen zu unterstützen.
- Überprüfen Sie die Firewallprotokolle für verweigerten Datenverkehr. Durch die regelmäßige Überprüfung der Protokolle ist erkennbar, ob Server in der APP-Zone regulär oder fälschlicherweise versuchen, Services im IBM Netz zu kontaktieren.
show log firewall name INSIDE-TO-APP show log firewall name APP-TO-INSIDE - Wenn Services oder Server nicht erreichbar sind und in den Firewallprotokollen nichts erkennbar ist, überprüfen Sie, ob der erwartete ping/ssh-IP-Datenverkehr in der VRA-Netzschnittstelle aus dem privaten Netz von IBM Cloud oder in der VRA-Schnittstelle
zum VLAN unter Verwendung der
<VLAN ID>aus einem früheren Zeitpunkt vorhanden ist.monitor interface bonding dp0bond0 traffic monitor interface bonding dp0bond0.<VLAN ID> traffic
VRA schützen
- Wenden Sie die VRA-Sicherheitsrichtlinie an. Die standardmäßige, richtlinienbasierte Einrichtung von Firewallzonen schützt nicht den Zugriff auf die VRA selbst. Dieser Zugriffsschutz wird durch CPP (Control Plane Policing, Überwachung von
Steuerebenen) konfiguriert. Die VRA stellt einen grundlegenden CPP-Regelsatz als Vorlage bereit. Fusionieren Sie diesen Regelsatz mit Ihrer Konfiguration:
Daraufhin wird eine neue Firewallregel mit dem Namenconfigure merge /opt/vyatta/etc/cpp.confCPPerstellt. Überprüfen Sie die zusätzlichen Regeln im Bearbeitungsmodus und schreiben Sie sie fest.show security firewall name CPP commit - Schützen Sie den öffentlichen SSH-Zugriff. Aufgrund eines bekannten Problems mit der Vyatta-Firmware wird derzeit nicht empfohlen, mit
set service SSH listen-address x.x.x.xden SSH-Verwaltungszugriff über das öffentliche Netz zu verwenden. Alternativ kann der externe Zugriff über die CPP-Firewall für den Bereich der öffentlichen IP-Adressen blockiert werden, die von der öffentlichen VRA-Schnittstelle verwendet werden. Das hier verwendete<VRA Public IP Subnet>stimmt mit<VRA Public IP Address>überein, wobei das letzte Oktett auf null gesetzt ist (x.x.x.0).set security firewall name CPP rule 900 action drop set security firewall name CPP rule 900 destination address <VRA Public IP Subnet>/24 set security firewall name CPP rule 900 protocol tcp set security firewall name CPP rule 900 destination port 22 commit - Überprüfen Sie den VRA-SSH-Verwaltungszugriff über das interne IBM Netz. Wenn der Zugriff auf die VRA über SSH nach dem Durchführen von Commitoperationen verloren geht, können Sie die VRA über die KVM-Konsole aufrufen, die auf der Seite mit den Gerätedetails der VRA über das Aktionsmenü verfügbar ist.
Damit ist die Einrichtung des geschützten privaten Netzbereichs mit einer einzelnen Firewallzone, die ein VLAN und ein Teilnetz enthält, abgeschlossen. Mithilfe der dargestellten Anweisungen können weitere Firewallzonen, Regeln, virtuelle Server und Bare-Metal-Server, VLANs und Teilnetze hinzugefügt werden.
Ressourcen entfernen
In diesem Schritt bereinigen Sie die Ressourcen, um die in diesem Lernprogramm erstellten Elemente zu entfernen.
- Kündigen Sie alle virtuellen Server oder Bare-Metal-Server.
- Heben Sie alle Zuordnungen auf und kündigen Sie alle VLANs.
- Kündigen Sie die VRA.
Die VRA wird mit einem monatlichen Preisstrukturplan bereitgestellt. Bei einer Kündigung wird keine Erstattung geleistet. Eine Kündigung wird nur empfohlen, wenn die betreffende VRA im Folgemonat nicht mehr benötigt wird. Wenn ein Hochverfügbarkeitscluster mit zwei VRAs erforderlich ist, kann für die bestehende einzelne VRA ein Upgrade auf der Seite Gateway-Details durchgeführt werden.