Linux-Bare-Metal-Server überwachen

Sie können einen Bare-Metal-Server mit IBM Cloud Monitoring überwachen, indem Sie einen Überwachungsagenten in Ihrem Server konfigurieren. Der Überwachungsagent verwendet einen Zugriffsschlüssel (Token) für die Authentifizierung bei der IBM Cloud Monitoring-Instanz. Der Überwachungsagent wird als Datenkollektor verwendet. Die Messdaten werden automatisch erfasst. Sie können Metriken über die webbasierte Benutzerschnittstelle anzeigen. Sie können Bare-Metal-Server in IBM Cloud, lokal und in anderen Clouds überwachen.

Standardmäßig erfasst dieser Agent die Kerninfrastruktur und Netzzeitreihen, mit denen Sie den Host überwachen können. Eine Liste der erfassten Metriken finden Sie unter Verfügbare Metriken für nicht koordinierte Umgebungen.

Der Monitoring-Agent erfasst für jeden Host automatisch die folgenden Typen von Systemmetriken:

  • System hosts metrics liefern Informationen zur CPU und Arbeitsspeicher und stellen Metriken zur Speicherbelegung zur Verfügung, mit denen Sie die Leistung und Ressourcenauslastung aller Ihrer Prozesse analysieren können.

  • File and File System metrics stellen Informationen zu Dateien und Dateisystemen bereit, die Sie zum Analysieren der in Ihrem System stattfindenden Dateiinteraktionen verwenden können. Sie können beispielsweise Informationen zu Ihren geöffneten Dateien, zu den ein- und abgehenden Byte oder zum Prozentsatz der Belegung eines bestimmten Dateisystems erhalten.

  • Process metrics liefern Informationen zu den Prozessen, die auf Ihren Servern ausgeführt werden. Sie können diese Metriken beispielsweise verwenden, um die Anzahl der Prozesse zu untersuchen oder um Client- oder Serverinformationen abzurufen.

  • Network metrics liefern Informationen zum Netz. Sie bieten Einblick in die Verbindungen, die zwischen Ihren Anwendungen, Containern und Servern hergestellt werden. Sie erhalten beispielsweise Informationen zu den gesendeten oder empfangenen Byte oder zur Anzahl der HTTP-Anforderungen, den Verbindungen und den Latenzzeiten. Außerdem erfasst der Agent für SQL oder MongoDB zusätzliche Informationen, wenn er im Fehlerbehebungsmodus konfiguriert ist.

Über die Monitoring-Benutzerschnittstelle (UI) können Sie Daten auf der Registerkarte Advisor, auf der Registerkarte Erkunden und auf der Registerkarte Dashboard analysieren. Sie überwachen die Daten über Metrikansichten und Dashboards.

Beachten Sie Folgendes, wenn Sie Ihre Daten überwachen:

  • Auf der Registerkarte Explorer können Sie einzelne Metriken überwachen.

  • Auf der Registerkarte " Advisor " können Sie Metriken auf Red Hat OpenShift oder auf Host-Ebene überwachen.

    Diese Registerkarte ist nur für Benutzer verfügbar, die zu einem Team gehören, das Zugriff auf die Überwachung von Metriken auf Red Hat OpenShift oder Host-Ebene hat.

  • Auf der Registerkarte Dashboard können Sie vordefinierte Dashboards oder angepasste Dashboards über Anzeigen überwachen und sich einen spezialisierten Einblick in Netzdaten, Anwendungsdaten, Topologie, Services, Hosts und Container verschaffen. In einer Anzeige wird eine Metrik oder eine Gruppe von Metriken in einem Dashboard angezeigt.

Für jede Metrikansicht und jedes Dashboard können Sie beispielsweise den Geltungsbereich der Daten definieren und festlegen, wie Daten zusammengefasst und welche Zeit- und Gruppenfilter auf die Daten angewendet werden sollen. Weitere Information finden Sie unter Anzeigen verwalten.

Sie können ein Dashboard als Standardeinstiegspunkt für ein Team konfigurieren und so die Erfahrung eines Teams vereinheitlichen, wobei die Benutzer dadurch ihre unmittelbare Aufmerksamkeit auf die Informationen mit der jeweils höchsten Relevanz richten können.

Weitere Informationen finden Sie unter Metriken anzeigen.

Vorbereitende Schritte

  1. Erfahren Sie mehr über IBM Cloud Monitoring.

  2. Installieren Sie die IBM Cloud-Befehlszeilenschnittstelle. Weitere Informationen finden Sie unter IBM Cloud-CLI installieren.

  3. Stellen Sie eine IBM Cloud Monitoring-Instanz über den Katalog bereit.

  4. Stellen Sie einen Bare-Metal-Server-Server bereit.

    Stellen Sie zum Ausführen der Schritte in diesem Abschnitt sicher, dass auf diesem Bare-Metal-System über Internetzugriff verfügen. Dies ist zum Konfigurieren des Überwachungsagenten erforderlich.

  5. Konfigurieren Sie eine VPN-Verbindung zwischen dem Terminal und dem Bare-Metal-Server.

    Mit dem VPN-Zugriff (Virtual Private Networking) können Benutzer alle Server über Fernzugriff und sicher über das private IBM Cloud®-Netz verwalten. Eine VPN-Verbindung von Ihrem Standort zum privaten Netz ermöglicht Out-of-band-Management und Server-Rescue über einen verschlüsselten VPN-Tunnel. Die Initialisierung eines VPN-Tunnels ist zu jedem IBM Cloud-Rechenzentrum oder Bereitstellungspunkt (PoP) möglich, sofern eine geografische Redundanz vorhanden ist.

    Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine VPN-Verbindung zwischen dem Terminal und dem Bare-Metal-Server zu konfigurieren:

    1. Aktivieren Sie den VPN-Zugriff für jedes Konto, für das ein VPN-Zugriff erforderlich ist.

    2. Abhängig von Ihrem Betriebssystem, laden Sie die neuesten MotionPro 32-bit oder 64-bit Dateien von der Array Networks Clients and Tools Download Seite herunter. Weitere Informationen.

    3. Konfigurieren Sie einen eigenständigen SSL-VPN-Client und öffnen Sie eine Verbindung:

    Wenn Sie zum Beispiel den MotionPro Plus-Client für MacOS verwenden, um ein Profil hinzuzufügen, klicken Sie auf Hinzufügen.

    Geben Sie im Abschnitt Basic einen Titel (Title) ein. Geben Sie ein Gateway ein; Beispiel: Geben Sie für ein Bare-Metal-System in Dallas 10 vpn.dal10.softlayer.com ein. Geben Sie Ihren VPN-Benutzernamen ein. Stellen Sie sicher, dass als Port der Wert 443 festgelegt is. Klicken Sie anschließend auf OK.

    Klicken Sie zum Öffnen einer sicheren Verbindung auf Anmelden.

  6. Stellen Sie über SSH eine Verbindung zu einem Bare-Metal-Server her.

    Abhängig von der Sicherheitskonfiguration und der ssh-Konfiguration auf dem Bare-Metal-Host benötigen Sie möglicherweise ein VPN, um auf Ihr System zuzugreifen.

    Sie müssen die Verbindung mit ssh zum Host mithilfe Ihrer Berechtigungsnachweise oder Rootberechtigungsnachweise herstellen, die in der IBM Cloud-Konsole verfügbar sind.

    Zum Installieren des Überwachungsagenten sind Rootberechtigungen erforderlich.

    Sie können zum Beispiel die folgenden Schritte ausführen, um Bare-Metal-Informationen abzurufen, die Sie zum Herstellen einer ssh-Verbindung für den Server benötigen:

    1. Melden Sie sich bei Ihrem IBM Cloud-Konto an.

    2. Klicken Sie auf das Symbol Menü Symbol 'Menü' > Klassische Infrastruktur > Geräteliste.

    3. Geben Sie den Bare-Metal-Server an, den Sie überwachen möchten. Kopieren Sie die öffentliche IP.

    4. Klicken Sie auf den Einheitennamen des Bare-Metal-Servers.

    5. Wählen Sie Kennwörter aus. Kopieren Sie das Kennwort für den Benutzer root.

      Führen Sie anschließend in einem Terminal den folgenden Befehl aus:

      ssh <USER_ID>@<IP_ADDRESS>
      

      Dabei gilt:

      <USER_ID> ist die Benutzer-ID, die Sie zum Anmelden beim Bare-Metal-Server verwenden. Verwenden Sie zum Beispiel root.

      <IP_ADDRESS> ist die öffentliche IP-Adresse des Bare-Metal-Servers.

      Beispiel: ssh root@45.123.122.12

Überwachungsagenten zum Erfassen von Metriken von einem Bare-Metal-Server konfigurieren

Sie müssen einen Überwachungsagenten installieren, um Metriken von einem Bare-Metal-Server zu erfassen und an eine IBM Cloud Monitoring-Instanz weiterzuleiten.

Führen Sie die folgenden Schritte in der Befehlszeile aus, um einen Überwachungsagenten zu installieren:

  1. Rufen Sie den Zugriffsschlüssel ab. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Zugriffsschlüssel über die IBM Cloud-Benutzerschnittstelle abrufen.

  2. Rufen Sie die Aufnahme-URL ab. Weitere Informationen finden Sie unter Collector-Endpunkte.

  3. Stellen Sie den Überwachungsagenten bereit. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    curl -sL https://ibm.biz/install-sysdig-agent | sudo bash -s -- --access_key ACCESS_KEY --collector COLLECTOR_ENDPOINT --collector_port 6443 --secure true --tags TAG_DATA --additional_conf 'sysdig_capture_enabled: false'
    

    Wo

    • ACCESS_KEY ist der Aufnahmeschlüssel für die Instanz.

    • COLLECTOR_ENDPOINT ist die Aufnahme-URL für die Region, in der die Überwachungsinstanz verfügbar ist.

    • TAG_DATA sind durch Kommas getrennte Tags, die als TAG_NAME:TAG_VALUE formatiert sind. Sie können Ihrem Überwachungsagenten einen oder mehrere Tags zuordnen. Beispiel: role:serviceX,location:us-south. Später können Sie diese Tags verwenden, um Metriken aus der Umgebung zu identifizieren, in der der Agent ausgeführt wird.

    • Das Flag SECURE muss auf true gesetzt werden, um eine sichere SSL/TLS-Verbindung zum Senden von Metriken an den Collector zu verwenden.

    • Setzen Sie sysdig_capture_enabled auf false, um die Erfassungsfunktion zu inaktivieren. Standardmäßig ist true festgelegt. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Mit Erfassungen arbeiten.

    Wenn cURL nicht verfügbar ist, müssen Sie sie installieren. Führen Sie beispielsweise für einen Ubuntu-Bare-Metal-Server den folgenden Befehl aus: sudo apt-get update. Führen Sie anschließend den Installationsbefehl aus: sudo apt-get install curl.

    Mit dem folgenden Beispielbefehl können Sie einen Überwachungsagent installieren, der Metriken an eine Überwachungsinstanz am Standort 'US South (Dallas)' weiterleitet:

    curl -sL https://ibm.biz/install-sysdig-agent | sudo bash -s -- -a xxxxxxxxxxxxx -c ingest.us-south.monitoring.cloud.ibm.com --collector_port 6443 --secure true -ac "sysdig_capture_enabled: false" --tags sourceType:baremetal,location:dallas
    
  4. Konfigurieren Sie den Agenten für nicht koordinierte Umgebungen.

    Öffnen Sie die Datei dragent.yaml im Verzeichnis /opt/draios/etc/.

    Fügen Sie den folgenden Konfigurationsparameter hinzu:

    feature:
      mode: monitor_light
    

    Starten Sie den Agenten erneut. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    service dragent restart
    

Durch Starten der Benutzerschnittstelle für die Überwachung überprüfen, ob Daten für die Überwachung des Bare-Metal-Servers abgerufen werden

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Webbenutzerschnittstelle zu starten:

  1. Melden Sie sich bei Ihrem IBM Cloud-Konto an.

    Nach der Anmeldung mit Ihrer Benutzer-ID und Ihrem Kennwort wird die IBM Cloud-Konsole geöffnet.

  2. Klicken Sie auf das Menüsymbol Menüsymbol > Beobachtbarkeit.

  3. Wählen Sie Überwachung aus.

    Die Liste der in IBM Cloud verfügbaren Instanzen wird angezeigt.

  4. Wählen Sie Ihre Instanz aus. Klicken Sie anschließend auf Dashboard öffnen.

Es kann einige Zeit dauern, bis der Mare-Metal-Eintrag angezeigt wird, wenn die Informationen vom Überwachungsagenten zum ersten Mal erfasst und verarbeitet werden.

Sie können nur eine Instanz pro Browser überwachen. Es können mehrere Registerkarten für dieselbe Instanz vorhanden sein.

Bare-Metal-Server überwachen

Auf der Registerkarte Advisor können Sie den Zustand, das Risiko und die Kapazität von Hosts und Kubernetes-Clustern überwachen, auf Fehler untersuchen und diese beheben.

Registerkarte 'Advisor'
Registerkarte 'Advisor'

  • Die Daten werden alle 10 Minuten aktualisiert.
  • Metriken werden nach Ereignisanzahl und Schweregrad priorisiert.
  • Weitere Informationen finden Sie unter Advisor.

Wählen Sie im Abschnitt Advisor die Überwachung nach Host aus. Sehen Sie sich die vordefinierten Dashboards an, mit denen Sie den Zustand Ihrer Ressourcen überwachen können.

Wenn Sie sich für die Überwachung nach Hosts entscheiden, können Sie eines der folgenden Dashboards auswählen:

  • Hostressourcennutzung
  • Dateisystembelegung und -leistung
  • Speicherbelegung
  • Netz
  • Allgemeinzustand und Status des Sysdig-Agenten

[Optional] Prometheus-Exportkomponente 'IPMI' zum Überwachen von Sensormetriken konfigurieren

Zusätzlich zu den Metriken, die vom Überwachungsagenten automatisch erfasst werden, können Sie bei Bedarf weitere Metriken (z. B. Sensormesswerte) erfassen. Mit dem Prometheus IPMI Exporter können Sie Sensormetriken zu IPMI-Geräten (IPMI, Intelligent Platform Management Interface) vom Bare-Metal-Server erfassen.

  • Das Prometheus-IPMI-Exportprogramm unterstützt lokale IPMI-Geräte und ferne Geräte, auf die über das Remote Management Control Protocol (RMCP) zugegriffen werden kann.
  • Wenn Sie RMCP für den Zugriff auf ferne Geräte verwenden, können Sie ein IPMI-Exportprogramm verwenden, um mehrere IPMI-Geräte zu überwachen. Sie geben dabei jedes Gerät durch die Übergabe des Zielhostnamen als Parameter an.
  • Das IPMI-Exportprogramm setzt dabei auf Tools aus der FreeIPMI-Suite.

Sie können die folgenden Metriken erfassen, wenn Sie das IPMI-Exportprogramm auf einem Bare-Metal-Server konfigurieren:

  • IPMI-Administrationsmetriken

    Die Metrik ipmi_up {collector="<NAME>"} meldet 1, wenn Daten von einem fernen Host erfolgreich erfasst wurden. Für die Erfassung von Daten auf einem lokalen Host wird der Wert 0 gemeldet.

    Die Metrik ipmi_scrape_duration_seconds gibt an, wie lange der Collector zum Abrufen der Daten benötigt wird.

  • Metriken für IPMI-Systemereignisprotokolle (SEL)

    Die Metrik ipmi_sel_entries_count meldet die Anzahl der Einträge im Systemereignisprotokoll.

    Die Metrik ipmi_sel_free_space_bytes gibt die Anzahl der freien Byte für neue Systemereignisprotokolleinträge an.

  • IPMI-Sensordaten

    Das IPMI-Exportprogramm erfasst zwei Metriken pro Sensortyp: Status und Wert. Der Wert 0 gibt einen normalen Status an. Der Wert 1 gibt einen Warnstatus an. Der Wert 2 gibt einen kritischen Status an. Der Wert NaN gibt an, dass keine Informationen verfügbar sind. Nachfolgend finden Sie die Metriken für verschiedenen Sensoren:

    Metriken für Temperatursensoren: ipmi_temperature_celsius, ipmi_temperature_state

    Metriken für Lüftergeschwindigkeitssensoren: ipmi_fan_speed_rpm, ipmi_fan_speed_state

    Metriken für Spannungssensoren: ipmi_voltage_state, ipmi_voltage_volts

  • Betriebszustand des IPMI-Chassis der Maschine

    Die Metrik ipmi_chassis_power_state informiert über den aktuellen Status des Chassis der Maschine. Sie hat den Wert 1, wenn die Stromversorgung eingeschaltet ist. Bei dem Wert 0 ist die Stromversorgung ausgeschaltet.

  • DCMI-Daten

    Die Metrik ipmi_dcmi_power_consumption_current_watts informiert über den Live-Stromverbrauch der Maschine in Watt.

  • BMC-Details

    Die Metrik 'ipmi_bmc_info' enthält in Form von Beschriftungen Informationen zu der Firmwarerevision und dem Hersteller und hat den Wert 1.

Weitere Informationen finden Sie unter Prometheus IPMI Exporter.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um das Prometheus-IPMI-Exportprogramm zu konfigurieren:

Prometheus-IPMI-Exportprogramm installieren

Führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Laden Sie den Prometheus IPMI-Exporter von einem lokalen Terminal herunter.

  2. Erstellen Sie im Bare-Metal-Server über die shh-Sitzung das Verzeichnis /usr/monitor. Führen Sie die folgenden Befehle aus:

    cd /usr
    
    mkdir monitor
    
  3. Kopieren Sie die Datei auf das Bare-Metal-System. Führen Sie in dem Verzeichnis, in dem die Datei verfügbar ist, den folgenden Befehl aus:

    scp ipmi_exporter-v1.2.0.linux-amd64.tar.gz  root@<IP_ADDRESS>:/usr/monitor/
    

    Dabei ist <IP_ADDRESS> die öffentliche IP-Adresse des Bare-Metal-Servers.

    Wenn der Befehl fehlschlägt, überprüfen Sie, ob Ihre VPN-Verbindung noch geöffnet ist.

  4. Dekomprimieren Sie auf dem Bare-Metal-Server über die shh-Sitzung die Datei. Führen Sie die folgenden Befehle aus:

    cd /usr/monitor/
    
    tar -xvf ipmi_exporter-v1.2.0.linux-amd64.tar.gz
    
  5. Installieren Sie auf dem Bare-Metal-Server über die shh-Sitzung die FreeIPMI-Suite. Führen Sie die folgenden Befehle aus:

    sudo apt-get update
    
    sudo apt-get install freeipmi
    
  6. Überprüfen Sie auf dem Bare-Metal-Server über die shh-Sitzung die Datei ipmi_local.yml. Optional können Sie die Datei aktualisieren, um Sensoren auszuschließen, die Sie nicht überwachen möchten.

    Wechseln Sie in das Verzeichnis, in das Sie das IPMI-Exportprogramm extrahiert haben:

    cd ipmi_exporter-v1.2.0.linux-amd64/
    

    Überprüfen Sie die Konfigurationsdatei. Führen Sie den Befehl more ipmi_local.yml aus. Es sollte eine Datei mit etwa dem folgenden Inhalt angezeigt werden.

    # Configuration file for ipmi_exporter
    
    # This is an example config for scraping the local host.
    # In most cases, this should work without using a config file at all.
    modules:
            default:
                    # Available collectors are bmc, ipmi, chassis, dcmi, and sel
                    collectors:
                    - bmc
                    - ipmi
                    - dcmi
                    - chassis
                    - sel
                    # Got any sensors you don't care about? Add them here.
                    exclude_sensor_ids:
                    # - 2
    
  7. Führen Sie auf dem Bare-Metal-Server über die shh-Sitzung das IPMI-Exportprogramm aus.

    ./ipmi_exporter --config.file=ipmi_local.yml &
    
  8. Stellen Sie sicher, dass das IPMI-Exportprogramm ausgeführt wird. Führen Sie folgenden Befehl aus:

    ps -aux | grep ipmi
    

    Sie sollten sehen, dass das IPMI-Exportprogramm ausgeführt wird.

Prometheus-Exportprogramm installieren

Der Überwachungsagent erfasst automatisch Metriken von Prometheus-Exportprogrammen. Um Metriken vom IPMI-Exportprogramm zu erfassen, müssen Sie daher auch das Prometheus-Exportprogramm konfigurieren.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um das Prometheus-Exportprogramm auszuführen:

  1. Laden Sie den Prometheus Exporter von einem lokalen Terminal herunter.

  2. Wechseln Sie im Bare-Metal-Server über die shh-Sitzung in das Verzeichnis /usr/monitor/. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    cd /usr/monitor/
    
  3. Kopieren Sie die Datei auf das Bare-Metal-System. Führen Sie in dem Verzeichnis, in dem die Datei verfügbar ist, den folgenden Befehl aus:

    scp prometheus-2.18.1.linux-amd64.tar.gz root@<IP_ADDRESS>:/usr/monitor/
    

    Dabei ist <IP_ADDRESS> die öffentliche IP-Adresse des Bare-Metal-Servers.

    Wenn der Befehl fehlschlägt, überprüfen Sie, ob Ihre VPN-Verbindung noch geöffnet ist.

  4. Dekomprimieren Sie auf dem Bare-Metal-Server über die shh-Sitzung die Datei. Führen Sie die folgenden Befehle aus:

    cd /usr/monitor/
    
    tar -xvf prometheus-2.18.1.linux-amd64.tar.gz
    
  5. Ändern Sie die Datei prometheus.yml so, dass sie Informationen zur Scraping-Konfiguration 'scrape_configuration' für das IPMI-Exportprogramm enthält.

    Wechseln Sie in das Prometheus-Verzeichnis:

    cd prometheus-2.18.1.linux-amd64/
    

    Bearbeiten Sie die Datei prometheus.yml und fügen Sie den Abschnitt scrape_configs hinzu:

    # my global config
    global:
      scrape_interval:     15s # Set the scrape interval to every 15 seconds. Default is every 1 minute.
      evaluation_interval: 15s # Evaluate rules every 15 seconds. The default is every 1 minute.
      # scrape_timeout is set to the global default (10s).
    
    # Alertmanager configuration
    alerting:
      alertmanagers:
      - static_configs:
        - targets:
          # - alertmanager:9093
    
    # Load rules once and periodically evaluate them according to the global 'evaluation_interval'.
    rule_files:
      # - "first_rules.yml"
      # - "second_rules.yml"
    
    # A scrape configuration containing exactly one endpoint to scrape:
    # Here it's Prometheus itself.
    scrape_configs:
      # The job name is added as a label `job=<job_name>` to any timeseries scraped from this config.
      - job_name: ipmi
    
        metrics_path: '/metrics'
        scheme: http
    
        static_configs:
        - targets: ['localhost:9290']
          labels:
            instance: baremetal01
            region: us-south
    
  6. Führen Sie das Prometheus-Exportprogramm aus:

    ./prometheus &
    

Netzeinstellungen konfigurieren

Führen Sie die folgenden Schritte aus, wenn Sie Metriken von fernen Servern erfassen möchten:

  1. Aktivieren Sie die Firewall, um den Zugriff auf das IPMI-Exportprogramm (ipmi_exporter) zuzulassen.

  2. [Optional] Aktualisieren Sie die VPC-Regeln.

    Wenn Sie private Endpunkte verwenden, fügen Sie der Sicherheitsgruppe für Port 9290 eine eingehende Regel mit source type = Security Group hinzu und wählen Sie die Sicherheitsgruppe für den Bare-Metal-Server aus.

Überwachungsagenten aktualisieren, der auf dem Bare-Metal-Server ausgeführt wird

Führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Wechseln Sie im Bare-Metal-Server über die shh-Sitzung in das Verzeichnis /opt/draios/etc/. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    cd /opt/draios/etc/
    
  2. Aktualisieren Sie die Datei /opt/draios/etc/dragent.yaml.

    Hängen Sie den folgenden Abschnitt an die Datei dragent.yaml an:

    prometheus:
     enabled: true
     interval: 30
     log_errors: true
     max_metrics: 3000
     max_metrics_per_process: 3000
     max_tags_per_metric: 20
     process_filter:
       - include:
           port: 9090
           conf:
             port: 9090
             path: "/metrics"
       - include:
           port: 9290
           conf:
             port: 9290
             path: "/metrics"
    
  3. Starten Sie den Überwachungsagenten erneut. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    service dragent restart
    

Überprüfen Sie, ob die IPMI-Metriken von Prometheus angezeigt werden können.

Führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie auf das Menüsymbol Menüsymbol > Beobachtbarkeit.

  2. Wählen Sie Überwachung aus.

  3. Ermitteln Sie die von Ihnen erstellte Überwachungsinstanz. Klicken Sie anschließend auf Dashboard öffnen.

  4. Wählen Sie in der Ansicht Explore die Option Hosts und Container aus. Wählen Sie dann den Bare-Metal-Server aus, den Sie überwachen möchten.

    Ansicht 'Hosts und Container'
    Ansicht 'Hosts und Container'

  5. Öffnen Sie die Option Weitere Dashboards und Metriken auswählen. Geben Sie dann in die Suchleiste ipmi ein. Die Liste der IPMI-Metriken wird angezeigt.

    IPMI-Metriken
    IPMI-Metriken

Dashboard für die Analyse des IPMI-Status Ihres Bare-Metal-Servers konfigurieren

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ein Dashboard zur Überwachung der IPMI-Metriken zu erstellen:

  1. Wählen Sie die Metrik ipmi_up aus.

    ipmi_up-Metriken
    ipmi_up-Metriken

  2. Wählen Sie das Symbol mit den drei Punkten aus. Wählen Sie anschließend In Dashboard kopieren aus.

    Dashboard kopieren
    Dashboard kopieren

  3. Geben Sie den Namen [Bare Metal] IPMI-Überwachung ein. Klicken Sie anschließend auf Kopieren und öffnen.

    Dashboard kopieren und öffnen
    Dashboard kopieren und öffnen

    Das -Dashboard wird geöffnet.

    Angepasstes IPMI-Dashboard
    Angepasstes IPMI-Dashboard

  4. Fügen Sie weitere IPMI-Metriken zum angepassten Dashboard [Bare Metal] IPMI-Überwachung hinzu. Wiederholen Sie die Schritte für jede der IPMI-Metriken, die überwacht werden sollen.

  5. Erreichen Sie durch Ziehen und Ablegen und Ändern von Fensterbereichen das gewünschte Dashboard-Layout. Speichern Sie das Layout.

Nächste Schritte