Automatische Skalierung

Die automatische Skalierung reagiert auf die kurz- bis mittelfristigen Trends in der Ressourcennutzung für Ihre IBM Cloud® Databases for PostgreSQL-Bereitstellung. Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Bereitstellung in dem angegebenen Intervall überprüft. Falls die Ressourcen knapp werden, werden weitere Ressourcen zur Bereitstellung hinzugefügt. Um Ihre Ressourcen im Blick zu behalten, nutzen Sie die IBM Cloud® Monitoring Integration, die Metriken für Speicher, Festplattenspeicher und Festplatten-E/A-Nutzung bereitstellt.

Sie können für eine Bereitstellung festlegen, dass die automatische Skalierung für Festplatten, Arbeitsspeicher oder beides verwendet werden soll.

Allgemeine Parameter für die automatische Skalierung:

  • Wann die Skalierung erfolgen soll, basierend auf der Nutzung im Laufe der Zeit.
  • Um wie viel skaliert werden soll, wird als Prozentsatz der Ressourcen pro Member festgelegt.
  • Anzahl der Saklierungen; gemessen wird in Sekunden, Minuten oder Stunden.
  • Fester Grenzwert für Skalierung; die Skalierung wird bei Erreichen des Grenzwerts beendet.

Speicher – Die automatische Speicheranpassung basiert auf der Festplatten-E/A-Nutzung, um bei steigender Lese-/Schreiblast mehr Speicher für das Festplatten-Caching bereitzustellen. Der Vorteil besteht darin, dass die Belastung durch Platten-E/A durch zusätzlichen Hauptspeicher verringert werden kann, weil damit mehr Caching unterstützt wird. Konfigurationen mit automatischer Skalierung, die auf Hauptspeicherbelegung basieren, sind derzeit nicht verfügbar.

Festplatte – Die automatische Skalierung der Festplatte kann erfolgen, wenn entweder die Festplattennutzung einen bestimmten Schwellenwert erreicht, die Festplatten-E/A-Nutzung einen bestimmten Schwellenwert erreicht oder beides. (Das 'oder' in der Benutzerschnittstelle wird als inclusive or, |, v verwendet.) Die für Ihre Bereitstellung verfügbare Anzahl von E/A-Operationen pro Sekunde (IOPS) erhöht sich bezogen auf die Plattengröße im Umfang von 10 IOPS pro GB.

Die automatische CPU- und RAM-Skalierung wird bei Isolated Compute nicht unterstützt. Die automatische Skalierung von Festplatten ist verfügbar. Wenn Sie eine isolierte Instanz bereitgestellt oder von einer Bereitstellung mit Autoscaling umgestellt haben, überwachen Sie Ihre Ressourcen mit der IBM Cloud® Monitoring, die Metriken für Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher und Festplatten-I/O-Auslastung liefert. Um Ressourcen zu Ihrer Instanz hinzuzufügen, skalieren Sie Ihre Bereitstellung manuell.

Die Ressourcennummern beziehen sich auf die einzelnen Datenbankmember in einer Bereitstellung. Beispiel: Es gibt zwei Datenmember in einer PostgreSQL-Bereitstellung und wenn die Bereitstellung mit 10 GB Platte und 1 GB RAM skaliert wird, bedeutet das, dass jedes Member 10 GB Platte und 1 GB RAM erhält. Die zu Ihrer Bereitstellung hinzugefügten Ressourcen betragen also insgesamt 20 GB Plattenspeicher und 2 GB RAM.

Überlegungen zur automatischen Skalierung

  • Ein Scale-up Ihrer Bereitstellung kann dazu führen, dass Ihre Datenbanken erneut gestartet werden. Wenn Ihre skalierte Bereitstellung auf einen Host mit mehr Kapazität verschoben werden muss, werden die Datenbanken im Rahmen der Verschiebung erneut gestartet.

  • Ein Scale-down für Platten ist nicht möglich.

  • Manche Skalierungsoperationen können länger als andere dauern. Eine erheblich Erhöhung des Arbeitsspeichers oder der Platten kann länger dauern als kleinere Erhöhungen, da weitere zugrunde liegende Hardwareressourcen bereitgestellt werden müssen.

  • Automatische Skalierungsoperationen werden in IBM Cloud® Activity Tracker Event Routing protokolliert.

  • Grenzwerte:

    • Eine Skalierung in einem Intervall unter 60 Sekunden ist nicht möglich.
    • Maximale Festplattenkapazität = 4 TB pro Mitglied.
    • Maximaler Arbeitsspeicher = 240 GB pro Mitglied.
  • Die automatische Skalierung reduziert die Bereitstellungen nicht, wenn die Festplatten- oder Speichernutzung verringert wird. Der in der Bereitstellung eingerichtete Arbeitsspeicher bleibt für zukünftige Anforderungen oder bis zu einem manuellen Scale-down der Bereitstellung erhalten. Die für eine Bereitstellung eingerichteten Festplatten bleiben unverändert, weil ein Scale-down für Platten nicht möglich ist.

  • Wenn Sie nur gelegentlich oder selten Ressourcen zu Ihrer Bereitstellung hinzufügen müssen, skalieren Sie Ihre Bereitstellung manuell.

  • Nur-Lese-Replikate werden nicht automatisch skaliert, damit sie mit der führenden Bereitstellung übereinstimmen. Wenn die Datenmenge, die Sie speichern, größer ist als der Plattenspeicher, der Ihren Bereitstellungen zugeordnet ist, skalieren Sie den Plattenspeicher auf den Nur-Lese-Replikaten und anschließend auf der führenden Bereitstellung. Durch das Skalieren des Nur-Lese-Replikats wird zunächst sichergestellt, dass der Speicherplatz auf den Nur-Lese-Replikaten nicht knapp wird. Wenn Sie den Plattenspeicher der führenden Bereitstellung entsprechend den Leistungsanforderungen skaliert haben und nicht entsprechend den Platzanforderungen, müssen die Nur-Lese-Replikate nicht skaliert werden.

Automatische Skalierung in Benutzerschnittstelle konfigurieren

Das Panel Autoskalierung befindet sich auf der Registerkarte Ressourcen im linken Navigationsmenü. Geben Sie die entsprechenden Parameter zum Aktivieren der Skalierung ein. Wählen Sie anschließend die Kästchen aus, um die Parameter zu aktivieren, die Sie verwenden. Stellen Sie sicher, dass Sie auf Änderungen speichern klicken, damit die Konfiguration gespeichert wird und die Änderungen wirksam werden.

Wenn Sie die automatische Skalierung inaktivieren möchten, wählen Sie die Kästchen für die Parameter ab, die Sie nicht mehr verwenden möchten. Wenn Sie alle Kästchen abwählen, ist die automatische Skalierung inaktiviert. Klicken Sie auf Änderungen speichern, um die Konfiguration zu speichern.

Die automatische CPU- und RAM-Skalierung wird bei Isolated Compute nicht unterstützt. Die automatische Skalierung von Festplatten ist verfügbar. Wenn Sie eine isolierte Instanz bereitgestellt oder von einer Bereitstellung mit Autoscaling umgestellt haben, überwachen Sie Ihre Ressourcen mit der IBM Cloud® Monitoring, die Metriken für Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher und Festplatten-I/O-Auslastung liefert. Um Ressourcen zu Ihrer Instanz hinzuzufügen, skalieren Sie Ihre Bereitstellung manuell.

Automatische Skalierung in Befehlszeilenschnittstelle konfigurieren

Sie können die Parameter für die automatische Skalierung für Ihre Bereitstellung über die CLI mit dem Befehl cdb deployment-autoscaling abrufen.

ibmcloud cdb deployment-autoscaling <DEPLOYMENT_NAME_OR_CRN> member

Verwenden Sie zum Aktivieren und Festlegen von Parametern für die automatische Skalierung über die CLI ein JSON-Objekt oder eine JSON-Datei mit dem Befehl cdb deployment-autoscaling-set.

ibmcloud cdb deployment-autoscaling-set <DEPLOYMENT_NAME_OR_CRN> member '{"autoscaling": { "memory": {"scalers": {"io_utilization": {"enabled": true, "over_period": "5m","above_percent": 90}},"rate": {"increase_percent": 10.0, "period_seconds": 300,"limit_mb_per_member": 114688,"units": "mb"}}}}'

Die automatische CPU- und RAM-Skalierung wird bei Isolated Compute nicht unterstützt. Die automatische Skalierung von Festplatten ist verfügbar. Wenn Sie eine isolierte Instanz bereitgestellt oder von einer Bereitstellung mit Autoscaling umgestellt haben, überwachen Sie Ihre Ressourcen mit der IBM Cloud® Monitoring, die Metriken für Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher und Festplatten-I/O-Auslastung liefert. Um Ressourcen zu Ihrer Instanz hinzuzufügen, skalieren Sie Ihre Bereitstellung manuell.

Automatische Skalierung in API konfigurieren

Sie können die Parameter für die automatische Skalierung der Bereitstellung über die API durch Senden einer GET-Anforderung an den Endpunkt /deployments/{id}/groups/{group_id}/autoscaling abrufen.

curl -X GET -H "Authorization: Bearer $APIKEY" 'https://api.{region}.databases.cloud.ibm.com/v4/ibm/deployments/{id}/groups/member/autoscaling'

Wenn Sie die Parameter für die automatische Skalierung für die Bereitstellung über die API aktivieren und festlegen möchten, senden Sie eine POST-Anforderung an den Endpunkt. Zur Aktivierung der automatischen Skalierung wird für die scalers (io_utilization oder capacity) der Wert true festgelegt.

curl -X PATCH https://api.{region}.databases.cloud.ibm.com/v4/ibm/deployments/{id}/groups/member/autoscaling -H 'Authorization: Bearer <>'
-H 'Content-Type: application/json'
-d '{
    "autoscaling": {
      "memory": {
        "scalers": {
          "io_utilization": {
            "enabled": true,
            "over_period": "5m",
            "above_percent": 90
          }
        },
        "limits": {
          "scale_increase_percent": 10,
          "scale_period_seconds": 30,
          "scale_maximum_mb": 125952,
          "units": "mb"
        }
      }
    }
  }'

Wenn Sie die automatische Skalierung inaktivieren möchten, senden Sie eine PATCH-Anforderung; für die derzeit aktivierten Scaler ist hierbei der Wert false eingestellt. Wenn für alle der Werte false festgelegt ist, ist die automatische Skalierung in der Bereitstellung inaktiviert.

Die automatische CPU- und RAM-Skalierung wird bei Isolated Compute nicht unterstützt. Die automatische Skalierung von Festplatten ist verfügbar. Wenn Sie eine isolierte Instanz bereitgestellt oder von einer Bereitstellung mit Autoscaling umgestellt haben, überwachen Sie Ihre Ressourcen mit der IBM Cloud® Monitoring, die Metriken für Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher und Festplatten-I/O-Auslastung liefert. Um Ressourcen zu Ihrer Instanz hinzuzufügen, skalieren Sie Ihre Bereitstellung manuell.